Die Stimmung GCEA in Kürze
Sopran-, Konzert- und Tenor-Ukulele werden auf G, C, E, A gestimmt, von der Saite, die deinem Gesicht am nächsten ist, bis zu der, die dem Boden am nächsten ist. Die Besonderheit: Die G-Saite ist höher als die C-Saite. Das nennt man eine „reentrant“ Stimmung, und genau sie gibt der Ukulele ihren leichten Klang. Leer gespielt ergeben die vier Saiten schon einen Akkord, ein Am7.
Um die Stimmung nach Gehör zu prüfen, geh von der C-Saite aus:
- C-Saite im 4. Bund = leere E-Saite;
- E-Saite im 5. Bund = leere A-Saite;
- C-Saite im 7. Bund = leere G-Saite.
Das Stimmgerät von Fredon funktioniert in GCEA, Low G und Bariton: Es zeigt die Kopfplatte der Ukulele, lässt die gespielte Saite aufleuchten und sagt dir, ob du spannen oder entspannen musst.
Griffe lesen
In diesem Guide steht jeder Akkord als vier Zahlen, eine pro Saite, in der Reihenfolge G, C, E, A. Die Zahl gibt den Bund an, 0 heißt Leersaite. Die Finger sind nummeriert: 1 für den Zeigefinger, 2 für den Mittelfinger, 3 für den Ringfinger, 4 für den kleinen Finger. Sind dir Diagramme noch ein Rätsel, lies wie man Akkorddiagramme liest.
Die ersten vier Akkorde: C, Am, F, G
C-Dur (C): 0003
Ringfinger in den 3. Bund der A-Saite, die anderen drei Saiten leer. Der einfachste von allen und der Startpunkt fast jeder Ukulele-Schule.
a-Moll (Am): 2000
Mittelfinger in den 2. Bund der G-Saite. Ein einziger Finger, ein dunklerer Klang als C.
F-Dur (F): 2010
Mittelfinger in den 2. Bund der G-Saite, Zeigefinger in den 1. Bund der E-Saite. Das ist ein Am plus Zeigefinger: Lass beim Wechsel den Mittelfinger einfach liegen.
G-Dur (G): 0232
Zeigefinger in den 2. Bund der C-Saite, Mittelfinger in den 2. Bund der A-Saite, Ringfinger in den 3. Bund der E-Saite. Die drei Finger bilden ein kleines Dreieck. Das ist der erste Akkord, der sich etwas wehrt: Nimm dir Zeit, die Finger gut zu runden, damit du die A-Saite nicht abdämpfst.
Mit diesen vier Akkorden hast du die meistgespielte Folge der Popmusik in der Hand: C, G, Am, F, in der einen oder anderen Reihenfolge.
Die nächsten vier: G7, Em, D, B
G7: 0212
Zeigefinger in den 1. Bund der E-Saite, Mittelfinger in den 2. Bund der C-Saite, Ringfinger in den 2. Bund der A-Saite. Das G-Dreieck, umgedreht. G7 ruft nach C: Am Ende einer Phrase gibt er ein echtes Gefühl von Heimkommen.
e-Moll (Em): 0432
Zeigefinger in den 2. Bund der A-Saite, Mittelfinger in den 3. Bund der E-Saite, Ringfinger in den 4. Bund der C-Saite. Er teilt zwei Töne mit G: Nur die C-Saite ändert sich, vom 2. in den 4. Bund.
D-Dur (D): 2220
Drei Finger nebeneinander im 2. Bund auf der G-, C- und E-Saite, die A-Saite leer. Es wird eng: Viele nehmen Zeige-, Mittel- und Ringfinger schräg versetzt, andere einen kleinen Barré mit dem Zeigefinger. Probier beides aus.
B-Dur (B, im Griffbild B♭): 3211
Zeigefinger quer über den 1. Bund der E- und A-Saite, Mittelfinger in den 2. Bund der C-Saite, Ringfinger in den 3. Bund der G-Saite. Dein erster Barrégriff, in der kurzen Version. Er braucht ein paar Tage. Halt den Zeigefinger schön gerade, den Daumen mittig hinter dem Hals, und drück lieber dicht am Bundstäbchen als fest.
Erste Akkordwechsel zum Üben
Spiel jeden Akkord vier Schläge lang, mit Abschlägen mit Zeigefinger oder Daumen. Läuft der Wechsel flüssig, nimm den klassischen Rhythmus: ab, ab-auf, auf-ab-auf.
- C – Am – F – G. Die Balladenfolge. Der Wechsel Am → F ist am leichtesten: Der Mittelfinger bleibt liegen.
- C – G – Am – F. Dieselben Akkorde in anderer Reihenfolge, der Sound des aktuellen Pop.
- C – F – G7 – C. Das Grundschema vieler Volkslieder. Das G7 führt zurück zum C.
- G – Em – C – D. Dieselbe Art Folge in G-Dur, für tiefere Stimmen.
- F – B – C – F. Damit du das B in einem musikalischen Zusammenhang übst, statt es allein zu wiederholen.
Ein Trick für schnelle Fortschritte: die Wechsel-Minute. Nimm zwei Akkorde, starte eine Stoppuhr und zähl, wie oft du in einer Minute hin und her wechselst. Mach das jeden Tag: Der Fortschritt zeigt sich schnell. Um danach Akkorde zu einem Lieblingssong zu finden, lies Akkorde nach Gehör herausfinden.
Typische Anfängerfehler
- Eine abgedämpfte Saite. Bei F und G berührt die Unterseite eines Fingers oft die Nachbarsaite. Spiel den Akkord Saite für Saite: Die Saite, die dumpf klingt, verrät dir, welcher Finger korrigiert werden muss.
- In der Mitte des Bunds drücken. Setz die Fingerkuppe direkt hinter das Bundstäbchen: Du drückst halb so fest, und es klingt sauberer.
- Den Hals umklammern. Der Daumen bleibt locker hinter dem Hals. Wird deine Hand nach fünf Minuten müde, drückst du zu fest.
- Zum Akkordwechsel anhalten. Lieber ein unsauberer Akkord pünktlich als ein perfekter zu spät. Halt den Rhythmus der Schlaghand, egal was passiert.
Wenn du einen Akkord allein übst, kann Fredon zuhören: Die App sagt dir, ob der Akkord stimmt, und wenn nicht, welcher Ton fehlt und auf welchen Saiten. So findest du die abgedämpfte Saite, ohne zu raten.
Häufige Fragen
Funktionieren Gitarrenakkorde auf der Ukulele?
Die Formen ja, die Namen nicht. Die vier Saiten der Ukulele entsprechen den vier hohen Saiten einer Gitarre mit Kapo im 5. Bund. Die Form, die auf der Gitarre ein D ergibt, ergibt auf der Ukulele also ein G. Wie diese Verschiebung funktioniert, erklärt der Kapodaster-Guide.
Und bei Low G oder auf der Bariton-Ukulele?
Bei Low G ist die G-Saite eine Oktave tiefer gestimmt: Die Griffe in diesem Guide bleiben gleich, der Klang wird tiefer und voller. Die Bariton-Ukulele wird dagegen D, G, H, E gestimmt (englisch D G B E), wie die vier hohen Saiten einer Gitarre: Dieselben Formen tragen dort die Namen der Gitarrenakkorde (siehe Gitarrenakkorde für Anfänger).